Ottersberger Kammerorchester zu Gast in Kirchlinteln / St-Petri-Stiftung hatte eingeladen / Viel Beifall

Kirche von wunderbaren Klängen erfüllt

 

Kirchlinteln - (hw) · Erwartungsvoll saßen am Freitagabend viele Besucher in der St.-Petri-Kirche. Und das Publikum, vertreten waren alle Altersschichten, wurde nicht enttäuscht. Das Ottersberger Kammerorchester mit seinem Dirigenten Clive Ford verwöhnte die Zuhörer mit schöner Musik. Eingeladen hatte die St.-Petri-Stiftung. Nach der Begrüßung durch den Stiftungsrat übernahm Clive Ford die weitere Moderation des Abends.

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Überzeugte die zahlreichen Zuhörer: Das Ottersberger Kammerorchester musizierte in der St.-Petri-Kirche.

Das Konzert mit der großen Besetzung (Streicher und Bläser) begann mit einer sehr lebensfrohen Carneval-Ouvertüre in A-Dur von Anton Dvorak. Dies umfangreiche und hohe Ansprüche stellende Stück wurde sehr intensiv musiziert. Für das Laienorchester war es eine richtige Herausforderung. Eine sehr gute Dynamik und hervorragend eingestellte Percussion überzeugten bei diesem Werk.

Es folgte das Rondo A-Dur für Solovioline und Streichorchester von Franz Schubert. In dieser kleineren Besetzung wurde sehr gefühlvoll gemeinsam musiziert und damit der Boden für eine tolle Solovioline bereitet. Paul Bialek war der Solist. Es war ein Genuss, ihm und den Streichern zu lauschen. Heftiger, langer Applaus war der Lohn für diese besondere Leistung.

Nach einer kleinen Pause ging es weiter mit der Partita F-Dur für Bläser von Antonio Rosetti. Mit acht Bläsern (Klarinette, Oboe, Flöte, Fagott und Horn) wurde dieses mehrteilige Werk vorgetragen. Alles zusammen, auch die hin und wieder solistischen Passagen, wurden solide und zielstrebig vorgetragen.

Dann wurde es spannend, denn die Streicher wagten sich an ein Werk von Andrea Vezzopli (geb. 1982) aus Italien. Das völlig unbekannte, moderne Stück erfüllte den Kirchenraum mit wunderbaren Klängen. Gepaart mit dem dynamischen Ausdruck der Streicher gelang die Ausführung sehr gut und wurde mit viel Applaus belohnt.

Den Abschluss bildeten „Five Courtly Dances“, Kompositionen für Streicher und Bläser aus der Oper „Gloriana” und eine Auftragskomposition anlässlich der Krönung von Elisabeth II. Die teilweise bekannten Melodien begeisterten das Publikum und luden zum Mitsummen ein.

Das schöne Konzert war zu Ende und die Zuhörer waren sichtlich begeistert. Zusammenfassend: Musik hat, oft stärker als das gesprochene Wort, die Kraft, alle Sinne des Menschen zu erfassen. Sie inspiriert und bewegt den ganzen Menschen. Der Stiftungsrat bedankte sich bei allen Gästen, dem Orchester und dem Dirigenten.

Die am Ausgang eingegangenen Spenden werden dem Kapitalstock der Stiftung zugeführt und sind somit eine Hilfe für die Zukunft. Neben der Aufstockung werden auch weitere Aktionen in der Gemeinde bezuschusst. So wurden im vergangenen Jahr zwei Eufonien für den Posaunenchor mitfinanziert. In diesem Jahr ist ein großes Mitmachkonzert für Kinder und Familien mit Uwe Lal geplant.